Nach der Sage vom Bürgermeister Gryn sollten hier die Domherren gehängt worden sein, die die dumme Idee hatten, den besagten Herrn Gryn ihrem Löwen als Abendmahl zu servieren. Für die Domherren ging die Geschichte gewaltig schief aus, und seitdem nennt man das Tor auch “Pfaffenforte”.

Es kann auch sein, dass das eine mit dem anderen gar nichts zu tun hatte, aber dieser Torbogen hat sich im Laufe der Zeit als echter Überlebenskünstler bewiesen. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts versteckte er sich als ein Kellerfenster in einem Gebäude, das an dem ursprünglichen Ort des nördlichen Eingangs zum römischen Köln stand. Erst mit dem Abriss des Gebäudes im Jahre 1892 wurde das Tor von seinem Keller-Versteck befreit und knapp 80 Jahre später an der heutigen Stelle wieder aufgebaut.