Es wird behauptet, genau wegen dieser Dame müssten alle Kölner so hart arbeiten. Die neugierige Schneiderfrau soll diejenige gewesen sein, die die Heinzelmännchen so unnötig erschreckt and damit aus Köln vertrieben hat. Die ganze Geschichte wurde sehr detailliert in einem Gedicht von August Kopisch dokumentiert, wobei es auch behauptet wird, es ginge in dem Gedicht gar nicht um Köln am Rhein, sondern um irgendein Dorf namens Cölln an der Spree (heute angeblich Berlin-Mitte ), wo der Dichter ein paar Jahre seines Lebens verbracht hat. Aber mal ehrlich, wer hat bitte sehr schon mal von diesem Cölln gehört? Natürlich ging es um Köln! Und die Kölner sind scheinbar gar nicht böse auf die Frau – sie haben ihr sogar ein Denkmal gesetzt, gleich gegenüber der Brauerei Früh und nicht weit von der Gaea entfernt.

Diese Zeichnung wurde aber gar nicht vor Ort angefertigt, sondern in dem Kölnischen Stadtmuseum – dort steht nämlich die echte Schneiderfrau, genau die Figur, die von den Kölner Bildhauern Eduard und Heinrich Renard gestaltet wurde und ursprünglich an dem oben genannten Platz stand, dem Regen und Schnee ausgesetzt. Und draußen sieht man heute lediglich ihre junge Schwester, die nach einer Restaurierung den Platz am Brunnen zwischen den weglaufenden Heinzelmännchen annehmen durfte.