Kölsch im Selbstversuch

Von 9. September 2016Mer liere Kölsch

Vor einiger Zeit war ich bei einer Veranstaltung gewesen – das war eine Ausstellungseröffnung in dem Kölnischen Stadtmuseum. Da kam ein Mann mit Gitarre auf die Bühne und fang an alte kölsche Lieder zu singen. Und alle um mich herum lachten und sangen mit, ich aber verstand kein einziges Word. Ein total beklemmtes Gefühl. Ein kleines Déjà-vu – das Gefühl kannte ich schon mal, unter Leuten zu sein, deren Sprache man nicht versteht, und es keinen anderen Ausweg gibt, als diese Sprache zu lernen.

Man sagt, Kölsch sei keine Sprache, sondern ein Dialekt. Ich bin ja kein Sprachwissenschaftler, aber dann ist es ein ziemlich krasses Dialekt. So was hatte ich noch nicht erlebt. Und eine Stadt, die eigene Sprache besitzt – wie cool ist das denn? Man schreibt darauf Gedichte und singt Lieder… Es wäre auch nicht ganz ehrlich gewesen, sich mit dem Thema Köln zu befassen, ohne mindestens Ahnung von Kölsch zu haben.

Also, ich starte jetzt ein Selbstversuch namens „Mer liere Kölsch“ – ich versuche, Kölsch zu lernen, so gut wie es nur geht. Als erster Schritt auf diesem Weg habe ich mir einen Kurs bei der Akademie för uns kölsche Sproch ausgesucht. Mal sehen, wie wick ich kumme…

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